Die Ausstellung "Beau Frost" oder wie man in die Irre geführt werden kann
Die Überschrift lässt es erahnen, der Titel der Ausstellung war in der Tat etwas irreleitend, was aber der Genialität der Bilder keinen Schaden brachte, und auch von Christiane Dénes gewollt war.
Die Location erinnert ein wenig an einen Kühlkeller mit anschließender Metzgerei doch hier findet man alles andere als die erwarteten eingefrorenen Schuhe, Beine oder Köpfe. Es hat alles in der Tat mit Eis und Co. zu tun, jedoch auf andere Art und Weise.
Da liegt eine Frau in ansprechender Pose im Bild auf einem rosa-roten Hintergrund, der unschwer als Frühstücksspeck zu erkennen ist. Das nächste Bild zeigt einen Gefrierbeutel voller Köpfe, die aufeinander gestapelt sind. Am Boden der Gefriertüte sind Kapern und eine weiße Sauce zu erkennen und das Gehirn des Betrachters liefert sofort – ohne auf die Liste zu sehen – den Namen des Werkes „Königsberger Kloppse“.

Weiter ist auf einem Bild ein Frauentorso in roter Unterwäsche mit hochhackigen, schwarzen Schuhen abgebildet. Eingeschlagen ist sie in die allseits bekannte PE-Folie, die auch das Fleisch beim Kaufmann abdeckt, und ist mit „Argentinische Steakhüfte“ bezeichnet. Weiter sind überdimensionierte Eiswürfelschalen an der Wand aufgehängt, in den Öffnungen sind Herzen und Köpfe gemalt, welche mit Glitzerfarbe akzentuiert wurden und ebenfalls das Thema „Eis“ gut vermitteln. In der Kühltheke sieht man kleine Eiswürfelchen aus Acryl, in die Dias eingearbeitet sind.

