„Archimedische Werkstatt“: Die Puppe an der Bohrmaschine
Was passiert, wenn man einen alten Mixer mit einer ausgedienten Barbie-Puppe, einer ausgemusterten Bohrmaschine oder einer kaputten Fahrradfelge zusammenbringt? Das Ergebnis wird am 6. August um 14 Uhr auf dem Katschhof zu sehen sein: Dann führt die „Archimedischen Werkstatt“, die im Rahmen der Ferienspiele der Stadt Aachen und als Teil der Initiative „Future Lab Aachen 2016“ stattfindet, ihr monumentales kybernetisches Objekt vor. Gebaut wird diese absurde Maschine, an der alles drehen, laufen, sich bewegen soll, direkt vor Ort, auf dem Katschhof – dem zentralen und historisch bedeutenden Platz zwischen Dom und Rathaus – von Jugendlichen zwischen zehn und 14 Jahren. Pate stehen dabei die Maschinen des schweizer Künstlers Jean Tinguely. „Bei Projekten, die so ein bisschen schwierig, verrückt und neu sind, können wir einfach nicht nein sagen“, erklärt Sybille Keupen von der Jugendkunstschule Bleiberger Fabrik, die die Werkstatt mit dem Künstler Berthold Westhoff für die Stadt Aachen betreut. Auch Westhoff, der die Ideen, die von den Kindern und Jugendlichen kommen, gemeinsam realisierbar machen wird, war sofort Feuer und Flamme: „Es ist die ideale Art, die Kinder spielen zu lassen, frei zu lassen und sie lernen trotzdem noch etwas dabei.“ Das Konzept bringt grundlegende Physik für technisch begeisterte Jugendliche aus dem Hörsaal in die zentrale Innenstadt.

