Der Tag des offenen Denkmals mit einem umfangreichen und vielfältigen Programm findet in diesem Jahr am Sonntag, 11. September, statt. In ganz Deutschland können historische Bauten und Stätten besichtigt werden, die sonst nicht oder nur teilweise zugänglich sind – so auch in Aachen an 36 Orten. Neben umgebauten Scheunen, Museen, Parkanlagen oder eine alte Burg wurde auch ein ganzer Stadtteil aktiv. Kornelimünster mit seinem wunderschönen, historischen Stadtkern lädt die Bürger zum Stadtrundgang ein. Ein Programmheft wurde gestaltet, das auf die Veranstaltungen und Denkmäler hinweist. Es ist an vielen Verwaltungsstellen im gesamten Stadtgebiet erhältlich sowie online unter www.aachen.de/denkmalpflege.
„Der Tag des offenen Denkmals ist nur möglich, weil es ein Zusammenspiel vieler Beteiligte gibt“, erklärte Stadtbaurat Werner Wingenfeld, Planungsdezernent der Stadt Aachen, auf einem Pressegespräch am Montag (22. August) im Kunsthaus NRW in Kornelimünster, der ehemaligen Reichsabtei. Neben öffentlichen Institutionen spielen private Eigentümer mit ihrem Engagement eine wesentliche Rolle. „Die Denkmalpflege ist nur so gut wie ihre Werte, die verinnerlicht werden“, so Wingenfeld.
Aktionstag mit europäischer Dimension
Seinen Ursprung hat der Tag des offenen Denkmals in Frankreich, wo ihn Jack Lang, damaliger Kulturminister, im Jahr 1984 ins Leben rief. Der Europarat hat 1991 diese Idee aufgegriffen und die „European Heritage Days“ ausgerufen, seit 1993 beteiligt sich auch Deutschland daran. „In Aachen hat man sich schon im ersten Jahr entschlossen, daran teilzunehmen. Damals waren neun Denkmäler für die Öffentlichkeit zugänglich, in den letzten Jahren waren es jeweils zwischen 20 und 35“, sagt Niels-Christian Schaffert, Leiter des Fachbereiches Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen der Stadt Aachen. Die Abteilung Denkmalpflege erteile jährlich rund 500 Erlaubnisse oder sei an Abstimmungen bei Sanierungen und Umbauten beteiligt, insgesamt gebe es etwa 4.000 Bau- und Bodendenkmäler in Aachen, so Schaffert.