Vortrag im Suermondt-Ludwig-Museum Aachen
Anlässlich der Kabinettausstellung „Der Schmerz des Vaters? – Die trinitarische Pietà zwischen Gotik und Barock" im Suermondt-Ludwig-Museum widmet sich der Vortrag dem im späten Mittelalter erfundenem, heute jedoch weitgehend unbekanntem Motiv der trinitarischen Pietà. Mit diesem Begriff ist die Gruppe mit Gottvater und dem Sohn als Schmerzensmann gemeint, die von der Heiliggeisttaube begleitet werden. Diese Bilderfindung, die um 1400 in Burgund aufkam und sich bald nördlich der Alpen verbreiterte, visualisiert das abstrakte Dogma der Trinität auf anschauliche Weise.