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Wandertag in der StädteRegion am Sonntag in Simmerath-Strauch

Veranstaltungen StädteRegion Aachen. Sonnig, trocken und Temperaturen um 18 Grad. Für den kommenden Sonntag (16. Juni) ist in Simmerath-Strauch bestes Wanderwetter vorhergesagt. In der Zeit zwischen 8:00 und 11:00 Uhr werden sich voraussichtlich wieder fast 1.000 Naturfreunde auf die Routen des diesjährigen 34. Wandertages in der StädteRegion Aachen machen. Jeder ist herzlich eingeladen, noch mitzuwandern. Ein Kostenbeitrag wird nicht erhoben und eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich!

Es stehen auch in diesem Jahr wieder drei Routen (5, 15 und 25 Kilometer) zur Auswahl, die die Wanderer in ihrem individuellen Tempo angehen können. Start und Ziel befinden sich auf dem Sportplatz des Ausrichters, RSV Hertha Strauch (Sonnenstraße, 52152 Simmerath-Strauch). Wie üblich wird auch in diesem Jahr bestens für das leibliche Wohl gesorgt. Für gibt es an der Strecke und am Ziel kostenlos Tee. Zu günstigen Preisen werden außerdem Kaffee, Kuchen,
Erbsensuppe und Gutes vom Grill angeboten. Zudem erhält jeder Teilnehmer einen kostenlosen „Wandertaler“ als bleibende Erinnerung und eine nützliche Überraschung. Auch für die musikalische Untermalung ist gesorgt. Eine Hüpfburg und Kinderschminken lässt zudem die Herzen der kleinen Wanderer höher schlagen. Alles in allem also viele gute Gründe, am Sonntag die Wanderstiefel zu schnüren und mitzugehen.

Mehr als Wiesen, Wälder und Kühe: Auch die zweite Runde ein voller Erfolg

Alles rund um Aachen StädteRegion Aachen.Bereits im vergangenen Herbst konnten sich Aachener Studierende davon überzeugen, dass es in der Eifel mehr als nur grüne Wiesen, Wälder und ein paar Kühe gibt. Im Rahmen des Projektes „TeTRRA“ fand nun der zweite Teil der sogenannten „Jobexpedition“ statt. Das städteregionale Amt für regionale Entwicklung besuchte mit Studenten der Fachhochschule Aachen drei technologieorientierte Unternehmen in der Eifel. So sollen einerseits die Betriebe im Südkreis der StädteRegion Aachen bei Studenten bekannter werden. Zudem hilft das Projekt, persönlichen Kontakt herzustellen und die Unternehmen bei der Suche nach geeigneten akademischen Fachkräften zu unterstützen.

15 Studenten und Studentinnen aus dem FH-Fachbereich Maschinenbau machten sich mit Nathalie Malekzadeh vom Amt für regionale Entwicklung auf den Weg in die Eifel. Die Organisation erfolgte in enger Abstimmung mit dem Fachbereich Maschinenbau und Professor Johannes Gartzen, gleichzeitig Vorstandsvorsitzender der AGIT mbH. Den Anfang der zweiten Expedition machte das Maschinenbau- und Gießereiunternehmen Otto Junker in Simmerath-Lammersdorf. Beim Besuch des weltweit agierenden Unternehmens bekamen die Besucher einen hautnahen Einblick und konnten berufliche Perspektiven im persönlichen Kontakt diskutieren. Unter anderem wurde die imposante Gießerei besichtigt. Zwei Aufgüsse konnten unter Führung von Dr. Elmar Westhoff live verfolgt werden.
Die Firma C.A. Picard GmbH in Monschau-Imgenbroich, spezialisiert auf die Herstellung von hochbeanspruchten Präzisionsteilen, stellte sich den Studierenden ebenfalls vor. Franz Müller, Unternehmer und seit Jahren aktiv in der Zukunftsinitiative Eifel sowie dem Projekt TeTRRA, führte durch den Betrieb und brachte den Besuchern auch die Kniffe und Tücken der Kundenbetreuung näher.
Die SEM Stollenwerk Maschinenbau und Elektrotechnik GmbH aus Simmerath-Rollesbroich präsentierte den Studierenden vor allem den Bereich Maschinenbau. Matthias Pfeiffer und Geschäftsführer Michael Stollenwerk führten durch das Werk.
Viel Wissenswertes nahmen die Teilnehmer schließlich wieder mit zurück nach Aachen. Der zweite Teil der „Jobexpedition“ wurde sowohl von Unternehmen als auch von Studierenden als sehr positiv bewertet. Eine weitere Fortsetzung ist mehr als wahrscheinlich.

Hinweis:
Interessenten können Infos über die „Jobexpedition“ bei der städteregionalen TeTRRA-Netzwerkmanagerin Nathalie Malekzadeh per Mail unter jobexpedition@staedteregion-aachen.deanfordern.

POL-AC: Frittenfett und eine glatte Monschauer Straße

Alles rund um Aachen Aachen (ots) - Was dem einen sein Maggigeruch ist dem anderen sein
Frittenfett. Letzteres sorgte gestern Morgen früh auf der Monschauer
Straße, kurz nach 3 Uhr, für eine Gefahrenstelle.

Ein Kleintransporter hatte offenbar ein Fass unterwegs verloren.
Die rutschige, wenig angenehm riechende Masse des verbrauchten
Fettes, hatte sich über eine Fahrbahnseite in einer Länge von 31
Metern und drei Meter Breite in Richtung Innenstadt verteilt. Mehrere
Autos waren bereits gegen das Fass gefahren waren.

Bauhof und Feuerwehr bekamen das Fett nicht weg, sodass eine
Spezialfirma angefordert wurde. Derweil hatte der Bauhof einen
sogenannten Geschwindigkeitstrichter an der "Fettstelle"
eingerichtet. So konnte der Verkehr, wenn auch zögerlich, weiter
fließen.

Um 8 Uhr war die Monschauer Straße vom Fett befreit Vom
Verursacher gibt es bislang keine Spur. Die Monschauer Straße liegt
unmittelbar an der belgischen Staatsgrenze.......

POL-AC: Einbrüche in Eschweiler

Polizeibericht Eschweiler (ots) - In der Nacht von Montag auf Dienstag schlugen
Unbekannte in Bergrath an mehreren Fahrzeugen die Seitenscheiben ein
und stahlen Gegenstände aus den Autos. In der Josef-Artz-Straße und
dem Herrenfeldchen wurden jeweils mobile Navigationsgeräte gestohlen,
die an der Frontscheibe, bzw. der Mittelkonsole befestigt waren. Im
Hastenrather Weg entwendeten die Diebe eine Jacke, die auf dem
Beifahrersitz lag. In einem zweiten Fahrzeug auf der selben Straße
fanden sie keine Wertgegenstände, so dass hier neben dem Sachschaden
kein weiterer Schaden entstand.

In Nothberg - In der Schleh - versuchten unbekannte Täter, in der
Nacht zu Dienstag Terrassentüren von Einfamilienhäusern aufzubrechen.
In einem Fall wurden sie vermutlich durch den anwesenden Hund der
Familie von der Tat abgehalten. In einem zweiten Fall gelangten sie
nicht in das Haus, da die Terrassentür von innen mit einem
Zusatzriegel versehen war.

In der Nacht zum Dienstag gegen 0.20 Uhr meldete ein Zeuge den
Einbruch in eine Transportfirma im Kiefernweg. Dort hatten zwei
Einbrecher eine Scheibe eingeschlagen und waren in die Räumlichkeiten
geklettert. In der Vergangenheit war es in dem Betrieb wiederholt zu
Spritdiebstählen gekommen, so dass das Gelände verstärkt überwacht
wurde. Die beiden Verdächtigen konnten vor dem Eintreffen der Polizei
die Flucht ergreifen. Ob etwas gestohlen wurde, muss noch überprüft
werden.

In allen Fällen hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen
aufgenommen. Hinweise nimmt die Kripo in Eschweiler oder jede
Polizeidienststelle entgegen.



Originaltext:         Polizei Aachen

Keine ausreichende Begründung für die Anordnung der sofortigen Vollziehung

Gerichtsnews

Die 6. Kammer des Verwaltungsgerichts Aachen hat durch Beschluss vom 11. Juni 2013 ‑ 6 L 257/13 ‑ aus formellen Gründen die aufschiebende Wirkung der Klage des Betreibers des Schlachthofes in Eschweiler gegen das von der Städteregion Aachen verfügte Schlachtverbot wiederhergestellt. In dem Beschluss hat die Kammer aus­geführt, die Begründung für die von der Behörde angeordnete sofortige Vollziehung des Schlachtverbotes sei nicht, wie gesetzlich vorgeschrieben, schriftlich erfolgt. Allerdings sei dieser Fehler behebbar

 

Gegen den Beschluss steht die Beschwerde zum Oberverwaltungsgericht Münster offen.

Gelungenes Kinderfilmabenteuer mit der kleinen Hexe

Veranstaltungen StädteRegion Aachen. Im Rahmen der beliebten Kinderfilmreihe konnten die kleinen Zuschauer jetzt in der Eifel den unterhaltsamen Film „Hexe Lilli – Der Drache und das magische Buch“ sehen.
Die insgesamt rund 50 Kinder erlebten bei den Filmnachmittagen hautnah mit, wie die alte gütige Hexe Surulunda als Drache Hektor mitsamt dem magischen Hexenbuch im Haus der kleinen Lilli landet.

Das Mädchen ist hellauf begeistert von den Zaubersprüchen und stellt mit ihnen allerlei Unsinn an. Hektor, der kleine Drache, ist ihr ein treuer Freund und Begleiter im Kampf gegen den bösen Zauberer Hieronymus. Denn der will das Hexenbuch stehlen und damit alleine die Welt beherrschen. Mit viel Mut, Geschick und dem Zusammenhalt ihrer Freunde wird aus Lilli eine pfiffige kleine Hexe, die den Kampf mit Hieronymus aufnimmt und ihn mit viel List und Tücke besiegt.

Nach dem Film standen unterschiedliche Spiel-, Bastel- und Malaktivitäten auf dem Plan. Die Kinder zeigten sich begeistert von den einzelnen Aktionen und ließen so den spannenden und unterhaltsamen Kinderfilmnachmittag ausklingen.

 „Toll,  wie begeistert die kleinen Filmbesucher bei den Kinderfilmnachmittagen bei der Sache sind. Gerade das gemeinsame Filmerlebnis und die sich anschließenden Aktivitäten machen die Beliebtheit dieser Reihe aus. Das gibt eine besondere Filmatmosphäre “, so Christine Skrabal, die diesmal zu Gast im Jugendhaus Rott war.


Vor der Sommerpause weist das Veranstaltungsteam noch auf die nächsten Kinderfilmnachmittage hin, diesmal mit einem Piratenabenteuer um Pippi Langstrumpf. Die Kinderfilmnachmittage werden in der Zeit vom 01. bis 05. Juli 2013 jeweils von 15.30 Uhr bis ca. 18.15 Uhr wie folgt stattfinden:

·        01. Juli  2013, Jugendhaus Rott, Quirinusstraße 43, 52159 Roetgen-Rott
·        02. Juli  2013, Gemeindehaus „Jugendetage“ der Ev. Kirchengemeinde Monschauer Land, Bahnhofstraße 2, 52152 Simmerath-Lammersdorf
·        03. Juli 2013, Druckereimuseum Weiss, Am Handwerkerzentrum 16, 52156 Monschau-Imgenbroich
·        04. Juli 2013, Sportheim des TSV Kesternich, Straucher Str. 10, 52152 Simmerath-Kesternich
·        05. Juli 2013, Haus Loven  - Jugendtreff der Grenzlandjugend Roetgen, Offermannstraße 31, 52159 Roetgen.

Nähere Informationen zur Kinderfilmreihe gibt es bei Christine Skrabal vom Amt für Kinder, Jugend und Familienberatung der StädteRegion Aachen unter der Telefonnummer: 0241/51982556. Bei ihr sind zudem die kostenlosen Jahresprogrammhefte erhältlich.

Veranstalter der Kinderfilmreihe ist das Amt für Kinder, Jugend und Familienberatung der StädteRegion Aachen in Zusammenarbeit mit dem Jugendhaus Rott, der Ev. Kirchengemeinde Monschauer Land, dem Druckereimuseum Weiss, dem TSV Kesternich sowie der Grenzlandjugend Roetgen.

Schwerpunkte der mobilen Verkehrskontrollen der Städte-Reg

Alles rund um Aachen

StädteRegion Aachen.Die StädteRegion Aachen führt auch in dieser Woche Geschwindigkeitskontrollen durch, um für mehr Sicherheit auf den Straßen zu sorgen. Dabei werden in den kommenden Tagen folgende Kontrollschwerpunkte gesetzt:

Hochwassergebiet um Magdeburg: Auch viele Helfer aus unserer Region im Einsatz

Alles rund um Aachen Auch wenn der Hochwasserpegel in Magdeburg endlich langsam, sehr langsam wieder sinkt, die Not der Menschen dort ist groß und Hilfe dringend erforderlich. Die Gefahr, dass Deiche brechen, besteht weiterhin. Nach wie vor sind technische Hilfe, Unterstützung bei Instandsetzungsarbeiten, Logistik und Hochwasserschutz vorrangige Aufgabenfelder. Von der Aachener Berufsfeuerwehr sind seit Donnerstag vergangener Woche, voraussichtlich noch bis Samstag zwölf Mitarbeiter des so genannten Einsatzführungsdienstes bei der Technischen Einsatzleitung Magdeburg. Seit dem 7. Juni ist auch Jürgen Wolff, Leiter der Aachener Feuerwehr, da. Er wurde von der Bezirksregierung zum dortigen Leitungsstab beordert. Denn vor allem hochqualifizierte Einsatzleitkräfte werden in den Hochwassergebieten akut benötigt.

 

Michael Huppertz, ebenfalls von der Aachener Berufsfeuerwehr, managt für den Regierungsbezirk Köln die „Bereitschaft 1“ - hierzu zählen der Kreis Heinsberg und neben der Stadt Aachen auch alle anderen Städte und Gemeinden der StädteRegion - den Einsatz der Helfer der Freiwilligen Feuerwehren. Dr. Lothar Barth, Personal- und Organisationsdezernent der Stadt Aachen und auch für den Bereich der Aachener Feuerwehr verantwortlich: „ Wie viele Mitarbeiter als ehrenamtliche Helfer aus der Aachener Stadtverwaltung mit dabei sein werden, kann ich erst am Donnerstag sagen, wenn sich die Helfer auf den Weg machen.“ Denn: Die Freiwilligen werden über die Hilfsorganisationen an die jeweiligen Arbeitgeber gemeldet. Auch Regierungspräsidentin Gisela Walsken hat inzwischen an die Kommunen des Regierungsbezirks appelliert, die Hilfeleistungsersuchen der Länder Niedersachsen und Sachsen-Anhalt weiterhin zu unterstützen. Da es sich bei den Einsatzkräften überwiegend um ehrenamtliche Mitarbeiter der Feuerwehren und Hilfsdienste handelt, haben gerade die öffentlichen Arbeitgebern eine Vorbildfunktion: Sie müssen ihre Mitarbeiter für den Hilfsfeinsatz von der Arbeit freistellen.

 

Derzeit laufen bei Huppertz die Meldungen ein. Er geht davon aus, dass sich allein aus dem Bereich der Freiwilligen Feuerwehren, wenn die Bereitschaft 1 zum einsatz kommt, ca. 150 bis 250 Helfer aus unserer Region auf den Weg machen und die Einsatzkräfte in Magdeburg und Umgebung unterstützen. Diese Helfer werden jeweils vier bis fünf Tage im Einsatz sein.

 



Veröffentlicht im Auftrag der
Stadt Aachen
Fachbereich Presse und Marketing
Haus Löwenstein
Markt 39
52058 Aachen

Skaterpool_Richterich

Alles rund um Aachen

Beleuchtung Skateranlage Schönauer Friede

in Aachen – Richterich eingeweiht

 

Jugendliche aus dem Wohngebiet Schönauer Friede haben im Januar 2012, unterstützt durch eine Unterschriftenliste mit rund 140 Unterzeichnern aus Richterich und Umgebung, eine Beleuchtung für die Skateranlage im "Schönauer Friede" eingefordert. Zur offiziellen Übergabe an die Jugendlichen hat Bezirksbürgermeisterin Marlis Köhne jetzt noch einmal den Initiatoren und damaligen Antragstellern Immanuel Brown und Thomas Müggenborg für ihr Engagement gedankt. 

 

In der dunklen Jahreszeit von Oktober bis März, so die Jugendlichen damals, sei die Anlage schon in den Nachmittagsstunden nicht mehr zu nutzen. Der Antrag der Jugendlichen wurde in der Bezirksvertretung seinerzeit von allen Parteien unterstützt; 13 500 Euro wurden durch die Bezirksvertretung für die Errichtung der Beleuchtungsanlage zur Verfügung stellen.

 

Demnächst haben Kinder und Jugendliche in der dunklen Jahreszeit auch nach Ende des Unterrichts Gelegenheit, im späteren Nachmittag noch sportlich aktiv zu sein. Begleitet und unterstützt von der Skaterszene wurde gemeinsam mit dem städtischen Fachbereich Umwelt, der Stawag und dem Bezirksamt ein Beleuchtungsmodell entwickelt. Dabei hatte die Verwaltung bei der Planung auch die Anwohnerinteressen, besonders im Hinblick auf den Lärmschutz, zu berücksichtigen. Aufgrund eines Lärmschutzgutachtens darf die Anlage werktags zwischen 8 und 20 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 9 bis 13 sowie zwischen 15 und 20 Uhr genutzt werden.

Der Marienturm wird saniert

Alles rund um Aachen

Gebäudemanagement, Bauforscher und Archäologen arbeiten eng zusammen

 

Wie alt ist das Rathaus wirklich? Wo befand sich zu Kaiser Karls Zeiten der Eingang zur Kaiserpfalz? Auf welcher Höhe sind die Menschen damals über den Markt gelaufen? Wissenschaftler und Archäologen versuchen derzeit, im Rahmen eines Grabungs- und Bauforschungsprojektes am Marienturm Antworten auf diese Fragen zu finden. Der westliche der beiden Rathaustürme wird gerade saniert.

 

Stadtarchäologe Andreas Schaub hat schon eine etwa 200jährige französische Silbermünze gefunden. Auch weiß er jetzt, dass der Marienturm ursprünglich rund 50 Zentimeter umfangreicher gewesen ist als sein heutiger Nachfolger. Die Fundamente wurden im Zuge der aktuellen Ausgrabung entdeckt. Bauforscher untersuchen unter anderem einen Durchgang, der vermutlich im 14. Jahrhundert quer durch den Marienturm zu einem auf dem Katschhof befindlichen Zeughaus, einem Lager für Waffen und militärische Ausrüstungsgegenstände, geführt hatte.  

 

Anlass der wissenschaftlichen Untersuchungen ist eine Dach- und Mauerwerksanierung des Marienturms, die federführend vom Gebäudemanagement der Stadt Aachen geleitet wird. Ähnlich wie beim Granusturm muss die Dachhaut vollständig erneuert werden. Die Bleieinfassung im oberen Turmbereich zeigt Löcher und Risse. Am Übergang zur Schiefereindeckung des Turmkegels dringt Wasser ein, was häufige Reparaturen notwendig machte. Die besondere Erschwernis beim Marienturm ist das Glockenspiel. Dieses wird für die Dauer der Sanierung demontiert von der Firma, die es im Jahr 1979 auch errichtet hat, nämlich die Koninklijke Eijsbouts aus Asten in den Niederlanden. Die Aufhängungen der Klöppel und Schlegel werden überholt. Nach Abschluss der Dachdeckerarbeiten wird das Glockenspiel wieder montiert.

 

Zeitgleich mit der Bearbeitung der Turmspitze haben auch die Arbeiten zur Trockenlegung des Kellermauerwerkes begonnen, um den Zeitplan überhaupt einhalten zu können. Denn bis zur Karlspreisverleihung im Karlsjahr 2014 müssen die Arbeiten abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten für diese beiden Bauabschnitte belaufen sich inklusive Nebenkosten auf rund 1,5 Millionen Euro, wobei ein großer Teil durch die Förderung des Bundes mit dem Konjunkturprogramm I abgedeckt wird.Das Kellermauerwerk wird bis zu einer Tiefe von 3 Metern in Eigenregie durch die Stadtarchäologen ergraben. Die technische Lösung zur Abdichtung des Kellermauerwerks kann erst nach kompletter Freilegung und Bewertung aller archäologischen Funde gewählt werden.

 

Sobald das Pflaster am Marienturm wieder aufgebracht werden kann, wird zur Mauerwerksanierung ein Gerüst im unteren Bereich errichtet. Hier wird die Erforschung des karolingischen Mauerwerks des Rathauses weitergeführt. Gleichzeitig werden Mauerschäden aufgenommen, die dann zügig saniert werden müssen. Hierbei sind sowohl Sicherheitsaspekte als  auch konservatorischen Gründen Notwendige ausgeführt.

 

Eine Besonderheit im Marienturm sind die Betonglasfenster nach einem Entwurf von Prof. Gerhard Graubner (1899-1970). Hier haben rostende Bewehrungsstäbe Schäden verursacht. Es wird gerade geprüft, auf welche Art und Weise die Fenster nachhaltig saniert werden können. Inzwischen wurde ein Architekt ausfindig gemacht, der damals – in jungen Jahren – an den Arbeiten beteiligt war.

 

Seit Ende 2010 wird das Rathaus im Rahmen der Maßnahmen im Konjunkturprogramm 1 saniert. Es begann mit der Dachsanierung des Granusturms, dem östlichen Turm am Rathaus. Anschließend wurde die Fassade des rückwärtigen Ark'schen Treppenhauses saniert, es schlossen sich im dritten Bauabschnitt die Dach- und Fassadensanierungen des Postwagens an. Nach der Sanierung des Marienturms sind die Arbeiten abgeschlossen. „Während beim Granusturm die karolingischen Fundamente im Vordergrund der Untersuchung standen, sind es beim Marienturm vor allem die späteren Epochen, die spannend sind“, erläutert Marc Wietheger, der für den Lehrstuhl für Denkmalpflege an der RWTH Aachen die Untersuchungen durchführt. Er lobt die „gute Zusammenarbeit zwischen Bauforschern, Archäologen und Gebäudemanagement“, die es sowohl bei der Sanierung des Granusturms als auch bei der jetzigen Reparatur des Marienturms gebe.

An den derzeitigen Untersuchungen sind auch mit großem Engagement viele Ehrenamtler aus dem Archäologischen Arbeitskreis beteiligt.

 


 

Veröffentlicht im Auftrag der
Stadt Aachen
Fachbereich Presse und Marketing
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Markt 39
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