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Erstmals 1559 ersuchten die Aachener Protestanten auf dem Augsburger Reichstag vor dem König darum, künftig eigene Prediger bestellen und v.a. öffentlich Gottesdienst halten zu dürfen. Kaiser Ferdinand I. lehnte diesen Antrag – wie auch die folgenden – ab. Bis auf eine Episode zwischen 1581 und 1598 blieb die Stadt Aachen im Verlauf von Reformation und Konfessionalisierung in der großen Mehrheit katholisch, und selbst bei den Verhandlungen zum Westfälischen Frieden rund ein Jahrhundert später erfüllten sich die Hoffnungen der Protestanten nicht, das Recht auf freie Religionsausübung zu erlangen.

Für den gemeinsamen Gottesdienst blieb während dieser Zeit nur der Rückzug aus dem öffentlichen Raum. Bestattungen und damit zusammenhängende Zeremonien mussten gar außerhalb der Stadtmauern stattfinden. Prof. Dr. Frank Pohle, Leiter der Route Charlemagne und Kurator der Reformations-Ausstellung im Centre Charlemagne, lädt dazu ein, in einem Stadtspaziergang viele solcher Orte zu erkunden. Diese Orte sind zwar im heutigen Stadtbild so gut wie unsichtbar oder auch verloren gegangen, doch waren sie von einiger Bedeutung für das Glaubensleben der Aachener Protestanten zwischen dem 16. und beginnenden 19. Jahrhundert .

Donnerstag, 06. Juli 2017,
18.00 Uhr
Treffpunkt: Foyer  Centre Charlemagne – Neues Stadtmuseum Aachen
Katschhof 1, 52062 Aachen
Kosten: wie Museumseintritt