Die Welsche Mühle befindet sich in Aachen-Haaren am Haarbach. Früher nannte man sie auch die Mühle zu Ober- bzw. Überhaaren. Die Welsche Mühle war ursprünglich „Die Mahlmühle“ von Haaren. Der Name „Welsche Mühle“ taucht zum ersten Mal im Jahr 1780 auf und bezieht sich auf den damaligen Eigentümer, den Aachener Bürgerhauptmann Charlier. Vielleicht gehörte sie einst zu dem Hof, der sich auf Oberhaaren befand. Es wird vermutet, dass die Mühle früher mit 2 Rädern arbeitete. Dies lässt sich draus erschließen, da es eine zweite vermauerte Öffnung für die Mühlradachse gibt. Nach dem 2. Weltkrieg war die Welsche Mühle in einem sehr schlechten Zustand, wurde aber bis 1961 weiter betrieben.

Bei einem Unwetter im Jahr 1961 wurde die Schleuse am Haarbach, die das Wasser für den Mühlengraben anstaute, zerstört. 1972 wurde das restaurierte Mühlrad wieder in Gang gesetzt. Das Mahlwerk war aber so weit verfallen, dass man nicht mehr in der Lage war, Mehl zu mahlen. 1976 wird die Welche Mühle restauriert und die Stadt Aachen richtet hier eine Altenstube, eine Bibliothek und ein Begegnungszentrum ein. Der angrenzende Stauweiher der Welschen Mühle wird allerdings nicht mehr durch den Mühlgraben sondern über eine Pumpenanlage mit Wasser aus dem Haarbach versorgt. Ein Mahlbetrieb fand nicht mehr statt.

2006 wurde das Mühlrad erneut vollständig restauriert. Dank der Hilfe des Haarener Heimatvereins wurde auch das Mahlwerk wieder instand gesetzt, so dass 2008 wieder Mehl gemahlen werden konnte. Für einen dauerhaften Betrieb reichte allerdings die Leistung der Pumpe nicht aus. 2012 wurden die Mahlsteine von einer niederländischen Firma restauriert.

Die denkmalgeschützte Mühlenanlage steht Bürgern und Vereinen für Tagungen und Festlichkeiten zur Verfügung. Seit 2011 führt das Standesamt dort auch Trauungen durch. Das Heimatforum und das Heimatarchiv des Heimatvereins Haaren/Verlautenheide 1984 e.V. ist ebenfalls in den Räumlichkeiten der Welschen Mühle untergebracht.

An der Welschen Mühle sind auch zwei große Blausteinblöcke zu finden, die aus dem Abriß der Hergelsmühle herrühren. Diese befinden sich an dem Weg zur Welschen Mühle. Diese beiden Steine sind eine „Restsubstanz“ der Hergelsmühle, oder auch „Mühle in der Alkertz“ genannt, die 1975 abgerissen wurde.

Adresse: Mühlenstraße 19, 52080 Aachen