Bei der Nachtwächterführung in Aachen kann man eine Stadtführung mal von einer anderen Seite erleben: Im Zeitalter der Emanzipation ist der Lühtemann (=Nachtwächter) allerdings die Nachwächterin Marita Zeyen.
In 1 1/2 Stunden besucht die Nachtwächterin mit ihren Zuschauern historische Stätten und erzählt humorvoll alte Geschichten und nette Anekdötchen, oft auch aus Sicht der Nachwächter.

Diese waren im Mittelalter für die Sicherheit der Bürger verantwortlich. Der Lühtemann schützte Aachen vor Räubern, warnte vor Bränden und blies jede Stunde in sein Horn. Trotzdem war der Nachtwächter nicht wirklich gut angesehen, er stand im Rang gerade mal über dem Henker und dem Totengräber.

Wie sonst das Leben damals war, erzählt Ihnen auf ihrem Lühtemann-Gang Marita Zeyen in Nachtwächterkluft, bewaffnet mit Hellebarde, Laterne und Horn.
Und es hat doch was, im Dunkeln einmal Aachen zu entdecken.

Nicht nur für Ortsfremde ist das interessant, auch Aachener können viel Neues erfahren. Wer weiß schon, was die Studenten mit dem Fischpüddelchen angestellt haben? Oder warum das alte Stadtarchiv Grashaus heißt? Oder wie bunt das Treiben früher am Hotmannspief war, und wieso heißt der Brunnen eigentlich so?

Natürlich kann man vieles davon bei Aachen von A-Z nachlesen, aber es wirklich sehen und erzählt bekommen, gewürzt mit Humor ist noch mal was anderes.

Die Führung beginnt an der Hotmannspief und geht über die Stationen Altes Kurhaus, Bahkauv, Hof, Puppenbrunnen, Münsterplatz, Grashaus, Fischpüddelche, Katschhof, Dom, Hühnerdieb, Granusturm, Rathaus.Wer will, kann hinterher mit der Nachtwächterin noch ins goldenen Einhorn einkehren.

Die Führung kann per Mail bei Marita Zeyen auf Ihrer Website gebucht werden (siehe Link unten) oder unter der Telefonnummer 0241/165411.

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Text + Fotos: Elke Döbbeler