Der Arbeitskreis „Wege gegen das Vergessen", das Soziokulturelle Zentrum „Klösterchen", das Städtische Gymnasium Herzogenrath und die Stadt Herzogenrath laden Bürgerinnen und Bürger zur Teilnahme an der Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht vom 9. November 1938 ein. Dabei wird der der ermordeten Juden Herzogenraths, der im „Dritten Reich" verfolgten Menschen und aller Holocaustopfer gedacht. Das Programm am Montag, den 9. November 2026, beginnt um 18 Uhr im „Klösterchen" (Dahlemer Straße 28). Wie in den vergangenen Jahren wurden die Programmpunkte wieder in unterschiedlichen Geschichts-Kursen des Städtischen Gymnasiums erarbeitet.

Nach der Veranstaltung im „Klösterchen" begeben sich alle Teilnehmenden in einem Schweigemarsch zum Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus vor dem Rathaus, wo Sofie Sequeira, Sprecherin des Arbeitskreises „Wege gegen das Vergessen", einige Worte in Gedenken an die Opfer der Reichspogromnach sprechen wird. Anschließend wird der Stellvertretende Bürgermeister Dr. Manfred Fleckenstein eine Ansprache halten, ein Blumengebinde niederlegen und um eine Minute des stillen Gedenkens bitten. Alle Herzogenratherinnen und Herzogenrather sind zur Teilnahme an der Gedenkveranstaltung herzlich eingeladen.

Die sogenannte Reichspogromnacht fand in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 statt. Damals ließ die nationalsozialistische Führung zahlreiche Synagogen in Brand setzen. Jüdische Bürgerinnen und Bürger wurden misshandelt, ihre Wohnungen und Geschäfte demoliert. Zahlreiche Menschen wurden verhaftet und in Konzentrationslager gebracht. Auch eine Vielzahl Herzogenrather Jüdinnen und Juden wurde rund um die Novemberpogrome deportiert.