Aktuelle Ausstellungen

Herbert Döring-Spengler
»Egal, wie du es siehst, ich sehe es anders.«
Preisträger des Kunstpreises des Rhein-Sieg Kreises 2020
28.10.2021 – 23.1.2022

Nach seiner zehnten Ausschreibung geht der Kunstpreis des Rhein-Sieg-Kreises 2020 in seinem Jubiläumsjahr an den (Foto-)Künstler Herbert Döring-Spengler.
Herbert Döring-Spengler wurde 1944 in Köln geboren und ist heute ein renommierter (Foto-)Künstler mit Präsenz in zahlreichen öffentlichen Sammlungen. Seit Mitte der 1980er Jahre beschäftigt er sich autodidaktisch mit dem fotografischen Bild, dem Polaroid und deren jeweiligen medienimmanenten Eigenschaften und entwickelte eine einzigartige Bildsprache zwischen Abstraktion und expressiver Figürlichkeit.
Das Polaroid ist Ausgangspunkt für Herbert Döring-Spenglers Praxis. Es agiert als eine Fläche, eine „Leinwand“, die es zu bearbeiten und gestalten gilt. Durch das experimentelle Eindringen in die Materialität der chemischen Prozesse und die Manipulation der verschiedenen stofflichen wie theoretischen Schichten des Bildes erzeugt Herbert Döring-Spengler eine Überlagerung verschiedener Ebenen, welche neue Bildräume und Assoziationen ermöglichen. Die so oft radikal verfremdeten Porträt- und Modellaufnahmen sind dabei meist eine Spurensuche nach dem Menschen und seiner inneren wie äußeren Lebenswelt. Dabei steht nicht der gesellschaftliche Status oder das soziale Umfeld der festgehaltenen Person im Vordergrund, sondern vielmehr die Erschließung des Menschen in all seinen Facetten, seiner (Wesens-)Züge und individuelle Physiognomie. Eine weitere große Werkgruppe bilden die Diazetta, eine Wortschöpfung aus „Dia“ und „Gazette“. Mitte der 1980er Jahre als Technik aus sich überlagernden Zeitungsausschnitten entwickelt, kreiert Döring-Spengler so Bildcollagen, die gesellschaftliche und/oder politische Ereignisse reflektieren oder als surreale Zufallsaufnahmen fungieren.
Durch das Eindringen in die Materialität des fotografischen Bildes erschafft Herbert Döring-Spengler eine neue Bildrealität und führt so den Anspruch der Fotografie, die Wirklichkeit abzubilden, ad absurdum – so entstehen durch seinen Eingriff in die fotografischen Vorlagen teils malerisch, teils sogar skulptural anmutende komplexe (Foto-)Kunstwerke.
Der Rheinische Kunstpreis ist nicht nur eine feste Größe in der rheinischen Kunstszene, sondern gehört mit einem Preisgeld von 20.000 Euro auch zu den höchstdotierten Auszeichnungen seiner Art in Deutschland. Der Preis ist eine Initiative des Rhein-Sieg-Kreises in Kooperation mit dem Landschaftsverband Rheinland. Alle zwei Jahre wird er an eine herausragende künstlerische Position der zeitgenössischen Kunst verliehen.
Roms fließende Grenzen. Archäologische Landesausstellung NRW
Leben am Limes
25.11.2021 – 29.5.2022

Schon vor 2000 Jahren war das Rheinland ein Schmelztiegel, in dem unterschiedlichste Bevölkerungsgruppen aufeinandertrafen. Das LVR-LandesMuseum stellt die Vielfalt der Menschen und Kulturen am Limes vor. Wie wohnte und arbeitete man in den Militärlagern und Zivilsiedlungen? Wie war man zu Lande und zu Wasser und auch über die „nasse Grenze“ hinweg miteinander verbunden? Weihesteine, Grabmonumente, Wandmalereien und Alltagsgegenstände berichten nicht nur von der Herkunft der Menschen, sondern gewähren darüber hinaus Einblicke in ihre privaten Lebensbereiche.
Vom 25. November 2021 bis 29. Mai 2022 präsentiert das LVR-LandesMuseum diese faszinierenden archäologischen Funde und fasst die Ergebnisse der aktuellen archäologischen und naturwissenschaftlichen Forschung zusammen. Ein großes interaktives Limesmodell, Filme und Medienstationen machen die antiken Schauplätze an der Grenze des Römischen Reiches anschaulich und lebendig.
Website: www.roemer.nrw
Führungen durch die Ausstellungen

 

Sonntag
2.1.2022
11:15–12:15 Uhr
Führung am ersten Sonntag im Monat
Leben am Limes. Archäologische Landesausstellung NRW
Schon vor 2000 Jahren war das Rheinland ein Schmelztiegel, in dem unterschiedlichste Bevölkerungsgruppen aufeinandertrafen. Das LVR-LandesMuseum Bonn präsentiert die Vielfalt der Menschen und Kulturen am Limes anhand herausragender archäologischer Funde. Wie lebte man in militärischen und zivilen Siedlungen? Wie war man zu Lande und auch über die „nasse Grenze“ hinweg verbunden? Ein interaktives Limesmodell sowie Medienstationen geben faszinierende Einblicke in das Leben an der Grenze des Römischen Reiches.
Kosten: 10 €, ermäßigt 7,50 €; Karten im Webshop

Sonntag
2.1.2022
15–16 Uhr
Familienführung im historischen Kostüm
Leben am Limes. Archäologische Landesausstellung NRW
Schon vor 2000 Jahren lebten im Rheinland viele unterschiedliche Menschen aus dem ganzen Römischen Reich. Die Ausstellung zeigt die Vielfalt der Menschen und Kulturen am Rhein, der zu dieser Zeit die Grenze des Römischen Reiches bildete. Trefft in dieser Führung eine der Personen, die von ihrem Leben an der Grenze erzählt.  
Kosten: 13 €, ermäßigt 10,50 €, Kinder 3 €; Karten im Webshop

Freitag
7.1.2022
15–16 Uhr
Führung am freien Freitag
Leben am Limes. Archäologische Landesausstellung NRW
Schon vor 2000 Jahren war das Rheinland ein Schmelztiegel, in dem unterschiedlichste Bevölkerungsgruppen aufeinandertrafen. Das LVR-LandesMuseum Bonn präsentiert die Vielfalt der Menschen und Kulturen am Limes anhand herausragender archäologischer Funde. Wie lebte man in militärischen und zivilen Siedlungen? Wie war man zu Lande und auch über die „nasse Grenze“ hinweg verbunden? Ein interaktives Limesmodell sowie Medienstationen geben faszinierende Einblicke in das Leben an der Grenze des Römischen Reiches.
Kosten: 3 € Führungsgebühr; Karten im Webshop

Sonntag
9.1.2022
11:15–12:15 Uhr
Führung
Leben am Limes. Archäologische Landesausstellung NRW
Schon vor 2000 Jahren war das Rheinland ein Schmelztiegel, in dem unterschiedlichste Bevölkerungsgruppen aufeinandertrafen. Das LVR-LandesMuseum Bonn präsentiert die Vielfalt der Menschen und Kulturen am Limes anhand herausragender archäologischer Funde. Wie lebte man in militärischen und zivilen Siedlungen? Wie war man zu Lande und auch über die „nasse Grenze“ hinweg verbunden? Ein interaktives Limesmodell sowie Medienstationen geben faszinierende Einblicke in das Leben an der Grenze des Römischen Reiches.
Kosten: 13 €, ermäßigt 10,50 €; Karten im Webshop

Sonntag
16.1.2022
11:15–12:15 Uhr
Führung
Leben am Limes. Archäologische Landesausstellung NRW
Schon vor 2000 Jahren war das Rheinland ein Schmelztiegel, in dem unterschiedlichste Bevölkerungsgruppen aufeinandertrafen. Das LVR-LandesMuseum Bonn präsentiert die Vielfalt der Menschen und Kulturen am Limes anhand herausragender archäologischer Funde. Wie lebte man in militärischen und zivilen Siedlungen? Wie war man zu Lande und auch über die „nasse Grenze“ hinweg verbunden? Ein interaktives Limesmodell sowie Medienstationen geben faszinierende Einblicke in das Leben an der Grenze des Römischen Reiches.
Kosten: 13 €, ermäßigt 10,50 €; Karten im Webshop

Freitag
21.1.2022
10:15–11:45 Uhr
Führung – Mit dem Baby ins Museum
„Egal, wie du es siehst, ich sehe es anders.“
Kunsthistorikerin Judith Graefe nimmt Eltern und Baby mit auf einen Rundgang durch die Ausstellung »Egal, wie du es siehst, ich sehe es anders.« von Herbert Döring-Spengler. Der Künstler beschäftigt sich mit dem fotografischen Bild und arbeitet vor allem mit dem Polaroid. Durch Eingreifen in dessen chemische Prozesse verfremdet er die typische Optik des Polaroids und kreiert neue, farbenfrohe und teils abstrakte Bilder. Mütter oder Väter können gemeinsam mit ihrem Baby einen geselligen Ausstellungbesuch in einer kleinen Gruppe erleben. Egal, ob im Kinderwagen oder Tragetuch, schlafend oder wach. Ein reservierter Raum steht während der Zeit als Rückzugsort zur Verfügung.
Kosten: 15 € inkl. Museumseintritt (für ein Baby und ein Elternteil); Karten im Webshop

Sonntag
23.1.2022
11:15–12:15 Uhr
Führung
Leben am Limes. Archäologische Landesausstellung NRW
Schon vor 2000 Jahren war das Rheinland ein Schmelztiegel, in dem unterschiedlichste Bevölkerungsgruppen aufeinandertrafen. Das LVR-LandesMuseum Bonn präsentiert die Vielfalt der Menschen und Kulturen am Limes anhand herausragender archäologischer Funde. Wie lebte man in militärischen und zivilen Siedlungen? Wie war man zu Lande und auch über die „nasse Grenze“ hinweg verbunden? Ein interaktives Limesmodell sowie Medienstationen geben faszinierende Einblicke in das Leben an der Grenze des Römischen Reiches.
Kosten: 13 €, ermäßigt 10,50 €; Karten im Webshop

Freitag
28.1.2022
17:30 Uhr
Cocktailführung
Geschichte mit Aussicht – Leben am Limes
Starten Sie ins Wochenende, ganz exklusiv über den Dächern von Bonn. Erleben Sie Kulturvermittlung in entspannter Atmosphäre und genießen Sie bei einem Getränk den besonderen Ausblick über Bonn und den Rhein. Die Führung beginnt genau dort und lässt Sie eintauchen in eine Zeit, als der Rhein noch eine Grenze zwischen dem römischen Imperium und „den“ Germanen war. Danach nimmt Sie ein*e Kulturvermittler*in mit in die Archäologische Landesausstellung "Leben am Limes" und präsentiert einzigartige Fundstücke und ihre Geschichten.
Kosten: 19 €, ermäßigt 17,50 € inkl. Getränk; Karten im Webshop

Sonntag
30.1.2022
10:30 Uhr
Kindermatinée
Peter und der Wolf
Ein Klassiker des Musiktheaters neu erzählt vom marotte Figurentheater. Peter, der die Sprache der Tiere versteht, wohnt bei seinem Großvater auf dem Land.
Hier kann er mit Vogel, Katze und Ente spielen.
Eines Tages schleicht sich der Wolf an und stiehlt die Ente vom Hof.
Doch mit Hilfe des Vogels kann Peter den Wolf einfangen.
Ein musikalisches Märchen mit der Originalmusik von Sergej Prokofiew.
Spiel: Thomas Hänsel oder Claudia Olma
Regie: Herbert Schnaibel
Ausst: Rainer Schicktanz
Kosten: 8 €, Kinder 6 € inkl. Eintritt Dauerausstellung; Karten im Webshop

Sonntag
30.1.2022
11:15–12:15 Uhr
Führung
Leben am Limes. Archäologische Landesausstellung NRW
Schon vor 2000 Jahren war das Rheinland ein Schmelztiegel, in dem unterschiedlichste Bevölkerungsgruppen aufeinandertrafen. Das LVR-LandesMuseum Bonn präsentiert die Vielfalt der Menschen und Kulturen am Limes anhand herausragender archäologischer Funde. Wie lebte man in militärischen und zivilen Siedlungen? Wie war man zu Lande und auch über die „nasse Grenze“ hinweg verbunden? Ein interaktives Limesmodell sowie Medienstationen geben faszinierende Einblicke in das Leben an der Grenze des Römischen Reiches.
Kosten: 13 €, ermäßigt 10,50 €; Karten im Webshop
Veranstaltungen

Sonntag
2.1.2022
11–12:30 Uhr
Workshop
Leben am Limes. Archäologische Landesausstellung NRW
Kinder, gebt eure Eltern doch einfach in der Führung ab! Am Museumssonntag könnt ihr kreativ und praktisch an einem Workshop teilnehmen. Währenddessen bekommen eure Eltern eine thematisch passende Führung im LVR-LandesMuseum Bonn. Ganz ungestört könnt ihr malen, fädeln, hämmern oder drucken – es gibt in jedem Fall vieles zu entdecken und auszuprobieren. Die Inhalte der Ausstellungen werden so auf ganz eigene Art lebendig. Später könnt ihr euch mit euren Eltern austauschen und habt viel zu erzählen. Das Bastelprodukt darf selbstverständlich mit nach Hause genommen werden.
Kosten: 7 €; Karten im Webshop

Dienstag
4.–7.1.2022
9:30–16 Uhr
Ferien-Workshop
Das Polaroid-Experiment
Wofür eine Polaroid-Kamera, wenn es ein Smartphone gibt? Ganz einfach! Weil die Polaroid-Kamera etwas kann, das ein Smartphone nicht kann (zumindest nicht ohne extra Technik) – nämlich die Schnappschüsse und Fotos sofort auszudrucken! Deshalb wird die Polaroid-Kamera auch Sofortbildkamera genannt.
Eine Polaroid-Kamera macht Spaß: sie hält den Augenblick fest, sie weckt kreative Prozesse. Einmal ausgelöst, gibt es kein Zurück, keine Bildauswahl, kein Löschen. Der Zufall spielt bei jedem Bild, das entsteht, eine Rolle. Polaroid-Fotografie ist spannend und zwingt einen, sich immer wieder neu auf das Bild einzulassen.
In unserem Ferien-Workshop zeigen wir euch, wie Polaroid-Fotografie funktioniert. Wir erklären euch die Geschichte und die Technik. Gemeinsam mit euch lassen wir uns auf ein kreatives Experiment ein. Wir probieren verschiedene kreative Techniken aus und sammeln die kleinen Kunstwerke in einer selbstgestalteten Mappe. Inklusive Mittagessen. Für Kinder und Jugendliche von 10 bis 14 Jahren.
Kosten: 40 €; Karten im Webshop

Donnerstag
13.1.2022
18:15 Uhr
Vortrag
Der Untergang des Römischen Reiches. Warum der Osten überlebt hat.
Warum erlebte das Oströmische oder Byzantinische Reich im siebten und achten Jahrhundert nicht ein ähnliches Schicksal wie das Weströmische Reich im fünften, obgleich es mit ähnlichen Bedrohungen und strukturellen Problemen konfrontiert wurde? In Auseinandersetzung mit den Argumenten, die der Byzantinist John Haldon vor einigen Jahren vorgebracht hat, wird gezeigt, dass sich im Osten schon im fünften und sechsten Jahrhundert ein neues Verständnis von Römisch-Sein, das heißt eine neue Identität entwickelt hat. Sie war in der Lage, die oströmische Bevölkerung auch in schwersten Krisenzeiten loyal an der Seite der Kaiser zu halten, und trug damit erheblich dazu bei, dass sich die Lage im achten Jahrhundert allmählich wieder stabilisieren konnte. In Kooperation mit dem Verein der Altertumsfreunde im Rheinlande.
Kosten: 10 €, ermäßigt 7,50 €; Karten im Webshop

Sonntag
30.1.2022
11:30–12:30 Uhr
Workshop
Peter und der Wolf
Kreativ-Workshop zur Kindermatinée Peter und der Wolf.
Kosten: 4 €; Karten im Webshop