Fackeltanz-Novellen, Gemütsmärchen, Mückenphantasien – das schöpferische Werk des Dichters und Visionärs Paul Scheerbart ist so umfassend, dass ein Abend bei Weitem nicht ausreicht. Unzählige Sternschnuppen erhellen seinen nächtlichen Himmel und manche von ihnen sind nicht mal gut gelaunt.
Er gilt als der Erfinder der Glasarchitektur, beschäftigte sich sein Leben lang mit dem Bau des Perpetuum Mobile, schrieb Myriaden von Texten, haufenweise kurze Theaterstücke und lebte und starb im Berlin der Jahrhundertwende 19. /20. Jahrhundert.
Axel Gauster, freier Journalist, Autor und Fotograf, und die Erzählerin Susanne Lachnit aka Lotte von der Inde widmen sich einen Novemberabend lang dem Phänomen Scheerbart. Hier wird in sehr verschiedenen Stimmen gelesen, das kann sehr leise, aber auch laut werden, von explodierenden Sternen muss man ausgehen, die Zartheit der Spinne darf bewundert werden.
Dem Leben und Werk dieses Phantasten wird sich Axel Gauster auf erhellende Weise nähern. Lotte von der Inde wird die Scheerbart-Texte lesen.