860.000 Euro ! Diese Summe muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.

Wat? Wofür? Warum? Wat is dat?

Das, liebe Leser ist der Betrag - der lt. WDR Aktuell - für das neueste Archäologische Fenster aufgewendet werden musste. Wo ist das neueste Fenster? Das Fenster ist am Elisengarten, bzw. im Elisengarten, hinter dem Elisenbrunnen. Moment, wird der geneigte Bürger sich erinnern, da war doch schon einmal eine Grabung? Genau, da wurde schon einmal gegraben. Man erinnere sich:

2008 - 2009 wurde intensiv gebuddelt, es hieß "hui, hier waren die Kelten" und es wurden zahlreiche Funde gesammelt. Ich habe mich schon auf Museumsbesuche gefreut und gehofft, dass auch Otto-Normalo die Grabung sehen könnte. Gut das hat geklappt, in der Tat konnte man die Ausgrabung besichtigen und ich habe einen wunderschönen Nachmittag dort verbracht.

Was mich jedoch nun an der Meldung, dass die Funde offen gelegt werden stört, ist dies: Jetzt, 4 Jahre später, nachdem die Ausgrabung wieder zugeschüttet wurde, wird ein Fenster aufgemacht. Nachdem der ganze Elisengarten umgebaut worden ist - die amphittheaterähnlichen Treppen sind ja auch noch nicht so alt, und ich will nicht wissen, was das gekostet hat.

Nun, nachdem für diesen Umbau schon ein Heidengeld angelegt wurde, jetzt wurde wieder alles aufgerissen und das Fenster angelegt. Ja ist das noch normal? Warum macht Aachen alles zweimal? Hat der Polier sein Taschenmesser verloren und deswegen buddeln die nu wieder?

Ich versteh et net... na ja.


Wenigstens haben wir nun wieder ein neues ärchäologisches Fenster, die Funde sind wieder zugängig - zumindest ein Stück davon - und ich hoffe, dass viele Schüler es sich ansehen gehen.

Ich frage mich jedoch leise für mich, hätten sich nicht ein paar Euro sparen lassen können? Wenn man das Fenster direkt eingerichtet hätte? Aber..Sparen ist anscheinend nichts für Aachen..(phu was bin ich froh, dass wir uns die Campusbahn erspart haben)...

In diesem Sinne..
archäologisch nachhaltige Grüße!

Text: Lydia Siemons
Fotos: Bettina_Berg