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X-WR-CALNAME:Lebendiges Aachen-Centre Charlemagne: 2,5 km Industriegeschichte. Die Jülicher Straße - Ausstellung
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SUMMARY:Centre Charlemagne: 2,5 km Industriegeschichte. Die Jülicher Straße - Ausstellung
DESCRIPTION:Mehr als Tuch und Nadel
Den Wirtschaftsstandort Aachen pr&auml;gte im 19. und 20. Jahrhundert nicht nur die Tuch- und Nadelproduktion. Einen bedeutenden Anteil an der Entwicklung Aachens zu einem internationalen Wirtschafts- und Technologiezentrum hatte insbesondere die Industrie entlang der J&uuml;licher Stra&szlig;e. Die Ausstellung &bdquo;2,5 km Industriegeschichte. Die J&uuml;licher Stra&szlig;e&quot; im &quot;Centre Charlemagne &ndash; Neues Stadtmuseum Aachen&quot; macht dieses bislang vernachl&auml;ssigte Kapitel der Stadtgeschichte sichtbar. Vom 12. September 2026 bis 4. April 2027 l&auml;dt sie dazu ein, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft einer der wichtigsten Verkehrs- und Wirtschaftsachsen Aachens neu zu entdecken.

Die gro&szlig;en Fabrikhallen, Verwaltungsgeb&auml;ude und Werkssiedlungen im Aachener Norden sind bis heute sichtbare Zeugnisse der Vergangenheit. Kulturdezernent Heinrich Br&ouml;tz betont: &bdquo;Es gibt in Aachen keine Stra&szlig;e, in der Industriegeschichte, moderne Produktionsst&auml;tten, digitaler Aufbruch, exzellente Kultur und Wohn- und Lebensraum f&uuml;r viele Menschen so nah beieinander liegen. Das erzeugt eine spannende Dynamik, die unser Stadtmuseum in den Fokus r&uuml;ckt.&quot;

Prof. Dr. Frank Pohle, Leiter der Route Charlemagne, unterstreicht die immense Bedeutung des Themas f&uuml;r die Entwicklung der Kaiserstadt: &bdquo;Die Industrialisierung ver&auml;nderte Aachens Wahrnehmung als Kur- und Badestadt. W&auml;hrend Aachens Tuch- und Nadelproduktion den meisten bekannt sind, geraten die Unternehmen an der J&uuml;licher Stra&szlig;e h&auml;ufig in Vergessenheit. Dabei entwickelte sich hier das bedeutendste Industriegebiet der Stadt.&quot;

Daf&uuml;r gab es gute Gr&uuml;nde, wie Andreas D&uuml;spohl, einer der Kuratoren erl&auml;utert: &bdquo;Die weitgehend parallel zur J&uuml;licher Stra&szlig;e verlaufende Wurm lieferte den Betrieben Wasser als Antriebskraft und Produktionsfaktor.&quot; Gro&szlig;e verf&uuml;gbare Fl&auml;chen erm&ouml;glichten zudem die Ansiedlung weitl&auml;ufiger Fabrikanlagen, w&auml;hrend vorherrschende Westwinde Rauch und Gestank von der Innenstadt fernhielten. Die Eisenbahnanbindung ab 1875 verbesserte die Standortbedingungen dann zus&auml;tzlich.

Made in Aachen
Lars Neugebauer, Kurator und Initiator der Ausstellung, erg&auml;nzt: &bdquo;Vor allem ab der zweiten H&auml;lfte des 19. Jahrhunderts entstanden entlang der J&uuml;licher Stra&szlig;e zahlreiche Unternehmen, die den Ruf Aachens als Industriestadt entscheidend mitpr&auml;gten. Zu den bedeutendsten Namen geh&ouml;rten unter anderem Garbe, Lahmeyer &amp; Co., Talbot, Krantz, Zentis und die Schirmfabrik Brauer. Ihre Produkte waren weit &uuml;ber die Region hinaus bekannt und wurden teilweise in die ganze Welt exportiert.&quot;

Die J&uuml;licher Stra&szlig;e hat sich in den vergangenen Jahrzehnten stark gewandelt. Einige international bedeutende Unternehmen sind weiterhin ans&auml;ssig, viele ehemals gro&szlig;e Firmen haben die wirtschaftlichen Umbr&uuml;che allerdings nicht &uuml;berstanden oder mussten sich grundlegend neu ausrichten. Gleichzeitig er&ouml;ffnet der Strukturwandel neue M&ouml;glichkeiten f&uuml;r alternative Nutzungen und zukunftsweisende Entwicklungen..

Rund 200 Exponate
Die Ausstellung gliedert sich in vier zentrale Abschnitte, wie Co-Kurator Alexander Braun erkl&auml;rt: &bdquo;Die Ausstellung beginnt mit der Entstehung des Standorts und f&uuml;hrt in Form eines symbolischen Stra&szlig;engangs durch die Historie ausgew&auml;hlter Firmen. Weitere Schwerpunkte widmen sich den Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen sowie einem Blick in die Zukunft. Hierzu pr&auml;sentieren wir rund 200 Exponate, darunter Originalmaschinen, historische Werbeprospekte, Plakate, Produktbeispiele und einzigartige Fotografien.&quot;

Ein breites Rahmenprogramm erg&auml;nzt die Ausstellung. Zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 13. September sind F&uuml;hrungen durch die Ausstellung und entlang der J&uuml;licher Stra&szlig;e geplant. Dar&uuml;ber hinaus bietet die Volkshochschule Aachen begleitende Veranstaltungen an, bevor am Sonntag, 7. M&auml;rz 2027 ein weiterer Aktionstag stattfindet. Ein ausf&uuml;hrlicher Katalog rundet das Angebot ab.

Kuratoren: Lars Neugebauer, Andreas D&uuml;spohl

&nbsp;

F&uuml;hrungen zur Ausstellung

&Ouml;ffentliche F&uuml;hrungen
jeden Sonntag um 15.00 Uhr
Treffpunkt: Museumskasse / Museumseintritt zzgl. 3,00 Euro

F&uuml;hrungen der Kuratoren

am So 13.09.2026 / So 07.03.2027

Treffpunkt: Museumskasse / Museumseintritt zzgl. 3,00 Euro

Individuelle F&uuml;hrungen
sind buchbar beim Museumsdienst Aachen
Servicezeiten: Di &ndash; Fr 09.00 &ndash; 14.00 Uhr
Tel.: +49 241 432-4998
museumsdienst@mail.aachen.de

Weitere Informationen zu Veranstaltungen, Rahmenprogramm und Angeboten f&uuml;r Familien, Kinder und Senioren entnehmen Sie bitte unseren Websites:

www.centre-charlemagne.eu

www.museumsdienst-aachen.de

Laufzeit: 12. September 2026 &ndash; 4. April 2027&nbsp;
 Veröffentlicht von  https://www.lebendiges-aachen.de/
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